Vor über einem Jahr hatte Nadine B. die Idee, doch mal eine Übung im Hansa Park in Sierksdorf zu veranstalten. Von der Idee bis zum Event war es ein langer Weg. Etliche mails und diverse Telefongespräche mit den verantwortlichen Mitarbeitern des Hansa Parks waren nötig, damit diese Übung zustande kommen konnte. Endlich dann die Erlaubnis, diese Übung darf stattfinden, aber nur in einem kleineren Rahmen.
Macht nichts, jetzt konnten wir endlich anfangen zu planen. Mimen mussten gefunden werden, Essen organisiert, das Gelände besichtigt werden, gute Verstecke aufgetan werden und ganz wichtig, auch das Wetter sollte stimmen.
Unser Kreisverband hat uns in fast allen Bereichen super unterstützt. Sie stellten die Mimen, die auch entsprechend ihrer Verletzungen geschminkt wurden und versorgten uns mit Essen, heissen und kalten Getränken. Super, an dieser Stelle nochmals herzlichen Dank!!!!
Davon ahnte die Staffel natürlich nichts. Gelistet war dieser Termin für sie als Pflichttermin. Als der 29.10. dann endlich näher kam, wurden dann doch Fragen laut: Was machen wir denn? Wo geht es denn hin?
Morgens um 07.00 Uhr kam dann die Alarmierung – ein Bombenanschlag im Hansa Park. Ich weiss nicht, wie groß die Aufregung dann in den Wagen auf der Anreise war, aber wahrscheinlich genauso groß, wie die von Christine, Nadine und mir.
Wir 3 waren ja schon weit vor den anderen vor Ort, um das Schminken der Mimen zu beobachten, Anweisungen für die Versteckpersonen auszugeben und noch wichtiger, alle 16 Mimen gut zu verstecken. Die Einsatzleitung hatte an diesem Tag Nadine Brunsen. Souverän wies sie die Staffel in die Lage ein, stellte die Suchteams zusammen und teilte die Suchgebiete zu.
Auf geht’s!!!!
1 ½ Stunden hatten wir nun Zeit, das Gelände, Türme, Rutschen, Stollen, Bällebad, Zuwegungen Gebäude, Maisirrgarten, Hängebrücken und mehr abzusuchen. Schwierigkeit dabei war, die Hundeführer durften die Wege nicht verlassen. Manchmal war der Hund gar nicht bereit, die offene Wendeltreppe bis ganz nach oben zu gehen, oder den dunklen Stollen bis ganz nach unten zu kriechen – da musste dann Hilfe her, nämlich dann ein anderer Hund.
Ständig hörte man aus anderen Gebieten Gebell, was bedeutet: Der Hund hat gefunden!! Unser erster Fund liess ein wenig auf sich warten, dann aber zeigte Peipa auf dem Leuchtturm durch lautes Gebell an. Meike durfte nun den Weg verlassen, um sich um die verletzte Person zu kümmern. Schnell und routiniert wurde die Verletzung versorgt und die Person in die Hände des Helfers gegeben, der dafür sorgte, dass diese bei der der Einsatzleitung ankam.
Nach 1 ½ Stunden dann der Funkruf, dass die Suche zu beenden ist, weil mit weiteren Anschlägen zu rechnen ist.
Von den 16 ausgebrachten Personen konnten in dieser Zeit 12 von den Hunden und 2 von Hundeführern gefunden werden.
Alle Verletzungen wurden von den Hundeführern sachgemäß versorgt.
Eine sehr schöne Übung, in der übrigens auch das Wetter mitspielte. Die gezeigten Leistungen der Teams haben uns nicht überrascht, sondern bestätigt, dass in der Staffel sehr gute Arbeit geleistet wird.